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"Qualität findet Anerkennung"
Innungsmitglieder verpflichten sich zu erstklassiger Arbeitsleistung / Pflichtenkatalog an jedes Mitglied übergeben
Karlsruhe (mjo). "Hohe Qualität findet immer ihre Anerkennung", betonte, Oliver Jost (Baden-Baden), Obermeister der Rolladen- und Sonnenschutztechniker-Innung Baden, in ihrer Jahreshauptversammlung in Karlsruhe. Die Innungs-mitglieder, die in großer Zahl aus allen Teilen Badens angereist waren, haben sich selbst zu erstklassiger Qualitätsarbeit verpflichtet. "Wir wollen den hohen Ansprüchen der Kunden mehr als gerecht werden und uns auf diese Weise von Nicht-Innungsmitgliedern absetzen", erklärte Jost. Ziel sei, die hohe Qualität der Arbeit auf breiter Basis zu sichern.
Die Innungsfachbetriebe werden - bis jetzt - von kompetenten Handwerks-meistern geführt, die sich ihrer Verpflichtungen - auch der sozialen zur Ausbildung - voll bewusst sind, erläutert der Obermeister. Leider sei der Branche durch die Novellierung der Handwerksordnung die Pflicht zur Meisterprüfung als Basis für eine Existenzgründung verloren gegangen.
Von daher sei die Notwendigkeit der Abgrenzung zu Nicht-Innungsfach-betrieben entstanden, erklärte Jost. "Wer Innungsmitglied ist oder werden will, muss sich zu den festgelegten Qualitätsstandards bekennen." Ein Arbeitskreis habe die unabdingbaren Qualitätsmerkmale der Branche festgelegt, auf Urkunden gedruckt und gerahmt. Verstöße gegen diese Regeln - es sind insgesamt sieben - sollen geahndet werden. Notfalls auch mit Ausschluss aus der Innung. Zu den Verpflichtungen gehört es beispielsweise, Arbeiten immer fach- und termingerecht sowie vollständig auszuführen und dabei die Standards einzuhalten. "Die gerahmten Urkunden dienen der täglichen Erinnerung", unterstrich Oliver Jost bei deren Verteilung an die 37 Mitglieder.
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Qualitätssicherung ist das Ziel der Selbstverpflichtung, die auf Urkunden dokumentiert ist.
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Zur allgemeinen wirtschaftlichen Lage bemerkte der Obermeister, dass sich ein Silberstreif am Horizont zeige. Auf Bundesebene sei sogar eine leichte Steigerung der Umsätze zu erkennen. Gleichwohl bleibe die Ertragslage das Sorgenkind der Betriebe. Die steigenden Lohn- und Energiekosten sowie die höheren Einkaufspreise könnten nicht aufgefangen werden.
Dazu stelle die zunehmende Marktenge verstärkt Anforderungen an Kreativität und ausgeklügelte Betriebs-wirtschaft. So seien bundesweit 541 Betriebsneugründungen zu verzeichnen, 47 davon in Baden-Württemberg "Ein Großteil der Leute wagt sich ohne ausreichende Qualifikation in die Selbständigkeit", berichtete der Obermeister. Die Folge sei ruinöser Preiswettbewerb für alle.
Wie sehr den Handwerksmeistern ihr Nachwuchs am Herzen liegt, war bei dem umfangreichen Vortrag von Hans Denzel, Fachlehrer an der Gewerbeschule Ehingen, zu erkennen. Ihm ging es darum, die Umstellung von Unterrichtsfächern auf projektorientierte Lernfelder und deren Folgen für die Benotung zu erklären sowie die Fragen der Lehrherren zu beantworten. Auch Ehrungen standen an: Karl Kunz, Vizepräsident der Handwerkskammer würdigte die 40jährige erfolgreiche Betriebsführung von Ulrich Strecker und Markus Bracht aus Karlsruhe mit einer Ehrenurkunde. Harald Kürten aus Freiburg freute sich über eine Urkunde zum 25-jährigen Bestehen seines Betriebes.
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Versammlung der Rolladen- und Sonnenschutztechniker - Innung Baden:
Edgar Ganz verabschiedet und zum Ehrenobermeister ernannt
Oliver Jost aus Baden-Baden wird Nachfolger
Karlsruhe (mjo). Zehn Jahre lang war er der Chef der Rolladen- und Jalousiebauer-Innung im
badischen Land zwischen Freiburg und Mannheim. Über 18 Jahre hinweg hatte er, auch als
stellvertretender Obermeister, seinen Sachverstand und sein Engagement in den Innungsvorstand
eingebracht: Edgar Ganz aus Karlsruhe. Dass er mit Erreichen seines 65. Lebensjahres das Zepter
abgeben wird, war lange ausgemacht. Am Dienstagnachmittag entließen ihn seine Kollegen mit
stehenden Ovationen.
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1) Für seine Verdienste wurde Edgar Ganz (li.) zum Ehrenobermeister der Rolladen- und Sonnenschutztechniker - Innung Baden ernannt. Die Urkunde übergab sein Nachfolger, Oliver Jost, aus Baden-Baden.
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Dass sein Abschied nun ausgerechnet mit der Novellierung der Handwerksordnung
zusammenfällt, die bekanntlich dem Rolladen- und Jalousiebauerhandwerk die Pflicht zur Meisterprüfung
als Voraussetzung für Betriebsgründung aberkennt, hätte er sich vorstellen können. "Die Spuren der
Veränderungen sind tief und nachhaltig. Eine neue Zeitrechnung hat begonnen", bedauerte der
scheidende Obermeister in der jüngsten Jahreshauptversammlung. Nach seiner Auffassung müssen
sich die Innungsfachbetriebe am Markt neu positionieren und sich den Kunden als "meisterhaftes
Kompetenzzentrum" präsentieren. Dass dies angesichts von Ich-AGs und Konkurrenz aus angrenzenden
Gewerken nicht ganz einfach werde, sei klar. Gleichwohl zeigte sich Ganz überzeugt, dass der neu
gewählte Vorstand die Aufgabe entschlossen anpacken und erfolgreich lösen wird.
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In der ihm eigenen, bescheidenen Art versagte er sich einen Abschieds-Exkurs durch die von ihm
als Obermeister geprägte Ära. Immerhin war beispielsweise der Umbau der Innung in einen
innovativen Dienstleister mit Internetpräsentation kein Zuckerschlecken gewesen. Seine Kollegen
dankten es ihm mit der Ernennung zum Ehrenobermeister. Auch Handwerkskammerpräsident Joachim
Wohlfeil schloss sich dem Lob an. "Wir haben viel zusammen erreicht", sagte er und erinnerte unter
anderem an den Bau des "Hauses der Innungen". "Sie haben immer für ihr Handwerk gekämpft. Harmonie
und Kameradschaft in der Innung war Ihnen genau so wichtig wie exzellent ausgebildete Lehrlinge."
Mit diesen Worten überreichte er die Große Ehrenurkunde der Handwerkskammer.
Zum Nachfolger von Edgar Ganz wählte die Versammlung Oliver Jost aus Baden-Baden. Stellvertreter
bleibt Werner Hägele aus Müllheim. Zu Vorstandsmitgliedern berufen wurden: Jürgen Bechler (Malsch),
Wolfgang Dech (Bruchsal), Manfred Schmitt (Heidelberg) und Wolfgang Wess (Mannheim).
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2) Joachim Wohlfeil, Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe (re.) dankte Edgar
Ganz für seine Engagement mit der Großen Ehren- urkunde der Handwerkskammer.
[Fotos: John ::: Bilder groß zum Download - anklicken!]
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Mit einer Satzungsänderung stellte die Versammlung anschließend die Weichen für
eine Verlagerung des Innungssitzes nach Baden-Baden. Die Verwaltung soll weiterhin bei Dr. Hans-Gerd
Ewald und "Heureka" bleiben. Traditionsgemäß gab es auch eine Ehrenurkunde für den leistungsstärksten
Junggeselle geehrt: Jascha Brunn, der von der Firma Rolladen Kehrbeck in Ettlingen ausgebildet
wurde, hat die Gesellenprüfung als drittbester von Baden-Württemberg abgeschlossen.
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Meisterbrief soll erhalten bleiben
Unerlaubte Handwerksausübung ist Reizthema
Oberstes Ziel der Rolladen- und Jalousiebauerinnung Baden ist es, "stets als engagierter Dienstleister
für die Mitglieder tätig zu sein". Diesen Anspruch formulierte Obermeister Edgar Ganz in der
Jahreshauptversammlung. In seinem Jahresbericht ging er auf Sitzungen und Tagungen ein und sprach
ausführlich über die Lehrlingsausbildung. Insgesamt 36 haben in diesem Jahr ihre Ausbildung zum
Rolladen- und Jalousiebauer erfolgreich abgeschlossen.
Derzeit gebe es drei Reizthemen, die in der Innung für Kopfzerbrechen sorgen: unerlaubte
Handwerksausübung, Ausschreibungen und Handwerksorganisation. Zum ersten Thema hätte es mehrere
Anfragen von Mitgliedern gegeben, die Innungskoordinator Dr. Hans-Gerd Ewald an die zuständigen
Handwerkskammern weitergeleitet habe. Thema war auch die anstehende Novellierung der Handwerksordnung.
Die Bedeutung des Meisterbriefes werde wohl auf die eines Qualitäts- und Gütesiegels schrumpfen,
vermutete der Koordinator. "Da kommt einiges auf uns zu", waren sich die Mitglieder einig.
"Sponsoring einer Ausbildungsstelle", war weiteres Top-Thema im Bericht des Koordinators. Die sieben
Heureka angeschlossenen Innungen sponsern einen Büro-Auszubildenden, der sonst keine Stelle bekommen
hätte. Seinen Ausbildungsvertrag hat er mit der Firma geschlossen, in deren Räume Heureka sein Büro
unterhält. Der Lehrling wird auch von Innungskoordinator Ewald ausgebildet.
Es gehört zur guten Tradition der Rolladen- und Jalousiebauerinnung, die jeweiligen prüfungsbesten
Gesellen eines Jahrganges zu ehren. Stefan Rauch (Firma Mathis) und Daniel Ziegler (Firma Ganz)
freuten sich über Urkunden und Preise. Auch Firmenjubiläen standen an: Karl Kunz, Vizepräsident
der Handwerkskammer Karlsruhe, würdigte die "100 Jahre meisterliche Qualitätsarbeit" der Firma Kuhles
(Pforzheim) sowie das 50-jährige Bestehen der Firma Taller (Malsch). Die neue Internet-Plattform der
Innung präsentierte Webmaster Jürgen Vogel aus Waldbronn. Die badische Innung zählt 41 Mitglieder
und zehn Gastmitglieder.
Karlsruhe (mjo) - BNN, 02.04.2003 - Veröffentlichung honorarfrei! - Bild größer? -> anklicken!
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Hinweis an die Redaktion:
Sollten Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die Rolladen- und Jalousienbauer-Innung Baden
Koordinator Dr. Hans-Gerd Ewald; Postfach 410 874; 76208 Karlsruhe Fon: 0721 - 9 43 90 20;
Fax: 0721 - 9 43 90 42; E-Mail: info@heure-ka.de
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